Rolladenkasten dämmen - Wärme und Dämmung im Altbau verbessern

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Rolladenkasten dämmen - Wärme und Dämmung im Altbau verbessern

In vielen Altbauten gehen über die Rollladenschächte erhebliche Wärmemengen verloren, da diese oft nur aus dünnem Blech bestehen und direkt an die Laibung anschließen. Bevor Sie mit der Dämmung beginnen, sollten Sie den Kasten gründlich reinigen und auf Feuchtigkeit oder Schimmel prüfen, denn nur ein trockener Hohlraum kann effektiv gedämmt werden. Öffnen Sie den Revisionsdeckel und entfernen Sie losen Schmutz und alte, bröselige Dämmreste. Achten Sie darauf, dass das Gurtband und die Umlenkrollen frei beweglich bleiben, denn eine spätere Blockade würde die Mechanik beschädigen. Messen Sie die genauen Innenmaße des Kastens und schneiden Sie dann Platten aus einem feuchteunempfindlichen Material wie Holzfaser- oder Mineralschaumstoff passgenau zu. Diese sollten Sie von innen an die Außenwände des Kastens anlegen und mit etwas Montagekleber fixieren, wobei Sie unbedingt eine Luftzirkulation zum Mauerwerk vermeiden sollten, da sonst Kondenswasser entsteht. Für die schmale Unterseite zum Fenstersturz hin eignet sich ein elastisches Dichtband, das sich beim Verschließen sanft zusammenpressen lässt. Diese Maßnahme verbessert die wärme und dämmung spürbar, ohne dass Sie große bauliche Eingriffe vornehmen müssen.

Der Schlüssel für eine dauerhaft gute wärme und dämmung liegt jedoch in der sorgfältigen Abdichtung der Fugen und Übergänge. Verwenden Sie für die Stoßkanten der Dämmplatten ein geeignetes Dichtungsband oder spritzen Sie diese mit einem dauerelastischen Acryl aus, das sich später problemlos überstreichen lässt. Besonders kritisch ist der Bereich, an dem der Rollladenpanzer in den Kasten eintaucht: Hier sollten Sie eine schmale Bürstendichtung anbringen, die den Luftspalt nahezu vollständig verschließt, ohne die Bewegung des Rollladens zu behindern. Prüfen Sie nach dem Einlegen der Dämmung, ob sich der Rollladen noch leichtgängig hoch- und herunterziehen lässt; gegebenenfalls müssen  https://wohnbino.de/  die Plattendicke an dieser Stelle reduzieren. Nachdem Sie den Deckel wieder aufgesetzt haben, kontrollieren Sie die äußeren Anschlussfugen zur Fassade. Im Altbau sind diese oft rissig, und genau hier dringt kalte Zugluft ein. Spritzen Sie auch diese Ritzen mit einem witterungsbeständigen Dichtstoff ab und streichen Sie die Fläche anschließend mit der vorhandenen Wandfarbe über, damit alles optisch sauber aussieht. Vergessen Sie nicht, dass auch die seitlichen Schlitze im Mauerwerk, durch die das Gurtband läuft, häufig undicht sind; hier hilft ein kleiner Filzstreifen, der das Loch verschließt, ohne das Band zu quetschen.



Wenn Sie diese Arbeiten gewissenhaft ausführen, wird sich die wärme und dämmung des gesamten Raumes deutlich verbessern, da die kalte Brücke am Fenster oft für bis zu einem Drittel der Wärmeverluste verantwortlich ist. Ein praktischer Nebeneffekt ist der verbesserte Schallschutz, da die Dämmung auch Straßenlärm reduziert. Sollten Sie in einem Mehrfamilienhaus wohnen, klären Sie vorher die Zustimmung des Vermieters, da bauliche Veränderungen am Rollladenkasten meist genehmigungspflichtig sind. Überprüfen Sie nach einigen Wochen bei starkem Frost, ob sich an der Innenseite des Kastens Feuchtigkeit bildet; ist dies der Fall, haben Sie eine Stelle übersehen, die Sie nachträglich abdichten müssen. Alternativ können Sie auch lose, nachfüllbare Dämmgranulate verwenden, die sich leichter in verwinkelte Ecken einfüllen lassen, allerdings sollten Sie dann eine Abschlussleiste anbringen, um ein Auslaufen zu verhindern. Denken Sie daran, die Gurtführung und den Endanschlag des Rollladens regelmäßig zu warten, damit die Dämmung nicht durch mechanische Reibung beschädigt wird. Mit diesen einfachen Handgriffen machen Sie Ihren Altbau spürbar behaglicher und senken langfristig Ihre Heizkosten, ganz ohne aufwendige Sanierung der gesamten Fassade.